Anlässlich des Weltfahrradtags am 3. Juni appelliert das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz (LKA) an alle Verkehrsteilnehmenden rücksichtsvoll und aufmerksam gegenüber Radfahrenden zu sein. Ziel ist es, die Zahl der Fahrradunfälle zu reduzieren und die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen.
Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei in Rheinland-Pfalz insgesamt 4.100 Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Fahrrädern. Dabei kamen 14 Radfahrende ums Leben, 511 Menschen wurden schwer verletzt.
Da Radfahrende – anders als Insassen von Autos – keine schützende Knautschzone besitzen, sind sie bei Unfällen besonders gefährdet. Das LKA weist deshalb auf wichtige Verhaltensregeln für Autofahrende hin:
Beim Überholen von Fahrrädern muss innerorts ein Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten werden, außerorts sogar zwei Meter. Ist dies nicht möglich, darf nicht überholt werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt beim Abbiegen, da Radfahrende häufig im „toten Winkel“ übersehen werden. Richtig eingestellte Spiegel und ein zusätzlicher Schulterblick können helfen, schwere Unfälle zu vermeiden. Außerdem erinnert die Polizei daran, dass Schutzstreifen für Fahrräder (gestrichelte Linie) nicht zum Halten oder Parken genutzt werden dürfen. Bei einem Radfahrstreifen (durchgezogene Linie) ist selbst Ausweichen nicht erlaubt. Beim Öffnen der Autotür sollten Autofahrende vorsichtig sein, um sogenannte „Dooring“-Unfälle zu verhindern. Empfohlen wird die Fahrertür mit der rechten Hand zu öffnen, wodurch sich der Oberkörper automatisch in Richtung des rückwärtigen Verkehrs dreht.
Das LKA betont darüber hinaus, dass Radfahrende grundsätzlich die Fahrbahn nutzen dürfen, sofern keine verpflichtende Radwegbenutzung ausgeschildert ist. Gerade an Engstellen müssen Fahrradfahrende häufig weiter mittig fahren, um ausreichend Abstand zu parkenden Fahrzeugen einzuhalten. Auch Radfahrende selbst stehen in der Verantwortung, zur eigenen Sicherheit beizutragen. Dazu gehören ein verkehrssicheres Fahrrad mit funktionierender Beleuchtung, Klingel und vorgeschriebenen Reflektoren sowie das Tragen eines Fahrradhelms. Zudem sollten Radfahrende aufmerksam, vorausschauend und stets bremsbereit unterwegs sein. Der Konsum von Alkohol oder Drogen sowie die Nutzung eines Smartphones während der Fahrt sind tabu.
Das LKA Rheinland-Pfalz wünscht allen Verkehrsteilnehmenden eine sichere Fahrt und ein respektvolles Miteinander im Straßenverkehr.
Quelle Text/Bild:
Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz
Pressestelle
www.polizei.rlp.de/lka
Mainz, 03.06.2026
